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Heimspiele

Phasenweise Traumfußball gegen Mainz

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Mit dem 1:0 gegen Mainz 05 rückt 1899 Hoffenheim ins Mittelfeld der Tabelle. Aus den letzten 4 Spielen holte unser „Dorfclub“ damit 10 Punkte, die Partie gegen den Bundesligaabsteiger war auch spielerisch das Beste, was man seit langem gesehen hat.

In der ersten Halbzeit wirbelten unsere Leute die Mainzer völlig durcheinander, vor allem Carlos Eduardo zeigte das bisher beste Spiel für die blau-weißen Farben. Auch Demba Ba und Edu im Sturm und Sejad Salihovic im Spielaufbau zeichneten sich aus. Trotz vieler Chancen aus dem Spiel heraus fiel das Tor in einer Standardsituation. Francisco Copado verwertete mit einem Traumtor einen Freistoß, den Demba Ba herausgeholt hatte. Ende der 1. Halbzeit wurde Copado im Strafraum elfmeterreif gefoult, aber der Pfiff blieb aus, weshalb die Fans meinten: „Wir woll’n die Bibi ham ...“

Im zweiten Durchgang zog sich unsere Mannschaft etwas zurück und nun konnte sich die zuletzt so anfällige Abwehr als standhaftes Bollwerk bewähren. Besonders „Pelle“ Nilsson, der in der Innenverteidigung alle hohen Bälle wegköpfte, und Torhüter Daniel Haas entschärften alle gefährlichen Situationen souverän. Die Mainzer konnten aber in der ganzen Partie ihr gefürchtetes Kombinationsspiel nicht aufziehen, vielleicht lag es auch an den 2 Tagen, die sie in der „englischen Woche“ weniger Erholung gehabt hatten. Die Stimmung im Fanblock war ausgezeichnet und trotz des Fehlens einiger Trommler kam der Support über 90 Minuten.

Im Vorfeld hatte es vom Mainzer Manager Daniel Heidel böses Blut gegeben, der sich zu der Äußerung verstieg, Hoffenheim würde in der Liga einem richtigen Profiverein „den Platz wegnehmen“, denn das habe „mit Fußball nichts zu tun, sondern nur mit Geld“, und aus seiner „Antipathie“ keinen Hehl machte. Wenigstens die Mainzer Fans (lautstark, aber fair, Kompliment) hielten sich mit solchen Klassenkampf-Plattitüden zurück.

Dafür langte Klopp indirekt noch mal zu, als er Hoffenheim zum Aufstiegsaspiranten hochredete und das offizielle Saisonziel von 1899, nämlich Nicht-Abstieg, zum „Versteckspiel“ erklärte. Dabei ist doch jedem und sicher auch Kloppo klar, dass ein Aufstieg zur jetzigen Zeit viel zu früh käme und mit dem sofortigen Wiederabstieg „bestraft“ würde. Die Mannschaft muss noch reifen, das Umfeld sowieso, das Stadion soll auch erstmal fertig werden, dann können wir weitersehen ...

Aber auf jeden Fall sind nach diesem Spiel die Aussichten aber sehr positiv ...

Endlich erster Sieg

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Mit 3:1 (0:1) konnte 1899 Hoffenheim gegen den VfL Osnabrück den ersten Dreier in der 2. Liga einfahren.

Es fing zunächst nicht so gut an: Schon bei der Anfahrt kamen die Neckartaler nicht gemeinsam, sondern ziemlich vereinzelt ins Stadion. Dann war der Auftritt der Fans zu Spielbeginn auch eher von Bangen als von Hoffen geprägt, die Begeisterung beim Support ließ zu wünschen übrig. Auch das Spiel unserer Mannschaft war anfangs nervös und ohne Selbstvertrauen. Vorsah versuchte zwar viel, es gelang ihm aber wenig und so musste er schon bald rotgefährdet raus. Carlos Eduardo trennte sich zunächst nur durch Ballverlust vom Ball, es gab sehr viele Fehlpässe und Ballverluste. Als dann auch wieder ein krasser Fehler von Nilsson von Osnabrück als Einladung genommen und bereits in der 14. Minute zur Führung der Gäste genutzt wurde, ließen viele Hoffe-Fans den Kopf hängen. Hinzu kamen noch die Hassgesänge der Gegenseite, die Geldscheine mit dem Hopp-Konterfei warfen. Als dann auch noch kurz vor der Pause das Zwischenergebnis aus Augsburg bekannt gegeben wurde, welches bedeutete, dass Hoffenheim zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Tabellenplatz stand, ging einigen Fans der Gaul durch und sie fingen an mit "Wir ham die Schnauze voll"!

Das war natürlich völlig Banane, denn zu diesem Zeitpunkt war ja noch nichts entschieden und man konnte auch sehen, dass sich die Jungs auf dem Platz richtig Mühe gaben. Außerdem besteht am 5. Spieltag generell noch kein Grund zur Panik. Wenn eine Mannschaft noch nicht eingespielt ist und vor allem aus so vielen jungen, noch nicht ausgereiften Spielern besteht (das Durchschnittsalter lag wieder unter 23 Jahren!), dann kann eine Negativserie die Mannschaft schon mal verunsichern. Das ist noch kein Indiz für fehlende Klasse oder mangelnden Willen! Echte Fans müssen in dieser Situation dagegenhalten, Unterstützung geben. Klar, das ist einfach gesagt, und so musste sich unser Präsi auf dem Supporter-Podium auch erstmal akklimatisieren, das die "Vorsänger" zur Pause "aus Protest" verlassen hatten. Immerhin kam unser Spruch: "Wir spielen toll, wir haben Geld, wir sind der geilste Club der Welt!" bis in die BILD-Zeitung.

Aber wie der Computerfachmann sagt: "Ein neuer boot macht alles gut!" Nach der Pause kam unsere Mannschaft gestärkt aus der Kabine. Die Hereinnahme von Salihovic brachte endlich Ordnung und Übersicht ins Mittelfeld und zahlte sich bereits in der 59. Minute durch die Vorlage zum ersehnten 1:1 Ausgleich durch Ba aus. Da hatte das Publikum gleich einen neuen Liebling: "Demba Demba Demba Demba Ba, Demba Ba, Demba Ba-aa!" Auf einmal waren alle wieder happy bis zum Delirium und hatten auch allen Grund, weil in kurzem Abstand das 2:1 durch Eduardo nach Vorlage von Ba folgte. Und schließlich traf in der 80. auch noch Copado, während Osnabrück immer mehr die Ordnung verlor und nur noch durch die individuelle Klasse von Reichenberger für Gefahr sorgen konnte. Auf der anderen Seite ergaben sich die Chancen für Ba & Co. quasi im Minutentakt, so dass der B-Block nur noch feststellen konnte: "Oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehn ..."

Beim Support nicht nachgelassen

Details Obwohl der Zweitliga-Auftakt gegen Wehen mit 2:3 verloren ging, haben die Neckartaler in der Unterstützung nicht nachgelassen.

Nach 2:0 Führung noch 3:2 verloren und alle Gegentreffer nach einer Ecke kassiert - das war das ernüchternde Fazit des Zweitliga-Auftakts unserer Hoffenheimer. Während unsere Mannschaft in der ersten halben Stunde den Gegner schwindlig spielte und durch Copado und Vorsah verdient in Führung ging, verlor sie anschließend die Ordnung und zeigte die schon überwunden geglaubten Unsicherheiten in der Abwehr. Immerhin parierte Daniel Haas einen Elfer und setzte damit einen Gegenakzent, nach welchem sich die Mannschaft beim Spielstand von 2:2 nochmals aufbäumte. Das dritte Gegentor kurz vor dem Schlusspfiff ging hingegen auf seine Kappe.

Die Neckartaler waren zwar urlaubsbedingt ein wenig geschwächt, lieferten aber mit etwa 35 Anwesenden in Fanclub-Outfit insgesamt ein sehr gutes und geschlossenes Bild ab. Lutz kam sogar mit dem Fahrrad von Neckargemünd ins Stadion! Erstmals kam auch Romans Megafon zum Einsatz und die Abstimmung mit den Zwinger-Vorsängern klappte prompt besser. Wichtig war uns, dass wir auch beim zwischenzeitigen Leistungseinbruch unserer Mannschaft, als es im Stadion verdächtig ruhig wurde, nicht in der Unterstützung nachgelassen, sondern eher noch mehr "Gas gegeben" haben. Das ist die richtige Fan-Einstellung!

Allerdings waren wir nach dem Schlusspfiff ziemlich enttäuscht, als sich nur wenige Spieler vor der Fankurve einfanden. Dies war auch ein Thema auf der Mitgliederversammlung des Fanclub Neckartal am 10. August im "Palermo". Hier wurde im Gespräch mit Torsten Hartl, dem erfahrenen "Zwinger"-Chef, deutlich, wo viele Fans noch Defizite in der Zusammenarbeit mit dem Verein sehen. So zeigte man wenig Verständnis, wenn Fanaktionen, welche die Mannschaft unterstützen sollen, behindert werden.

Bei der Mitgliederversammlung war im übrigen ein Kamerateam des ZDF anwesend, das eine Langzeitdokumentation über 1899 Hoffenheim und sein Umfeld dreht. Die vom Registergericht gewünschte Satzungsänderung wurde einstimmig befürwortet. Es wurde bekannt gegeben, dass eine Unfallversicherung für die aktiven Vereinsmitglieder abgeschlossen wurde, welche die aktuellen Finanzreserven komplett aufbraucht. Deshalb sollen nun verstärkt Fördermitglieder und Sponsoren gesucht werden. Man stimmte sich zudem auf das erste Auswärtsspiel in Mönchengladbach ein: "Wahrscheinlich werden sich hier 150 Hoffenheimer Fans einer Übermacht von über 40.000 Gladbachern gegenübersehen", wurden die Größenverhältnisse deutlich gemacht.

Sieg beim ersten Auftritt des FC Neckartal

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In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals siegte 1899 Hoffenheim gegen FC Augsburg mit 4:2.

Zum inoffiziellen Saisonbeginn mit dem Heimspiel im DFB-Pokal hatte der FC Neckartal seinen ersten Auftritt im Dietmar-Hopp-Stadion. Unter unserem schönen Spanntransparent sammelten sich 48 Neckartaler, ein Großteil schon in den neuen Fanshirts, und erwiesen sich bereits bei dieser Premiere als wirkungsvolle Verstärkung im B-Block.

Doch zunächst zum Spiel: Unsere Mannschaft begann sehr nervös mit zahlreichen Fehlpässen und Stellungsfehlern. Die Augsburger erwiesen sich als der erwartet starke Gegner, konnten jedoch aus ihrer drückenden Überlegenheit in den ersten Spielminuten keinen zählbaren Nutzen ziehen. Statt dessen gelang Copado aus einem Konter die 1:0 Führung. Das Schiedsrichter-Gespann zeigte wenig Durchblick, insbesondere dem linken Linienrichter unterliefen zahlreiche Stockfehler. So kamen die Augsburger in der 45. Minute zu einem Elfer, weil Nilsson im Strafraum etwas ungeschickt, aber eigentlich nicht elfmeterreif agierte. Nach der Pause kam 1899 deutlich selbstbewusster aus der Kabine, begann auch druckvoll, musste dann aber das 1:2 hinnehmen. In dieser Situation spürte man auf den Rängen schon ein gewisses Grübeln in der Mannschaft. Hier war es motivierend, dass die Fans nicht nachließen und nach dem Motto "Hoff'ner geben niemals auf" die Mannschaft nach vorne trieben. Die 99er wurden danach spielbestimmend und Ibisevic erzielte den verdienten und umjubelten Ausgleich. In der Verlängerung zeigte sich die bessere Kondition unserer Mannschaft, insbesondere Paljic wirbelte förmlich an der Außenbahn. Ihm gelang dann auch das 3:2 und - nach einem nicht anerkannten Tor unserer Seite - schließlich kurz vor Spielende Salihovic das souveräne 4:2.

Ein Auftakt nach Maß also für die Neckartaler. Mit unseren 3 Trommeln und den - auch ohne "Singstunde" - schon recht gut funktionierenden Schlachtrufen wurden wir von der ersten Minute an ein wichtiger und gut vernehmbarer Teil der Fankurve. Da wir uns zum Ziel gesetzt haben, die Fankultur auf die linke Seite hinterm Tor hinüberzutragen, waren wir räumlich etwas abgesetzt von den anderen Fans. Dennoch klappte die Abstimmung mit den Vorsängern vom Zwinger verhältnismäßig gut, wenn man bedenkt, dass wir das nie geübt hatten und man wegen deren defekten Megafon nur auf Handzeichen und Lippenlesen reagieren konnte. Diese Koordination wird sicher mit wachsender Erfahrung noch besser werden, wir werden umgekehrt sicher den einen oder anderen neuen Spruch ins Stadion bringen.

In der Halbzeitpause wurden alle Fanclubs von Mike Diehl vorgestellt, wir kamen bewusst als letzte dran und anschließend wurde unser Song "Der 12. Mann" in voller Länge abgespielt. Das hat uns stolz gemacht und wir wünschen uns vom Verein, dass dieser Song künftig zum festen Repertoire vor Spielbeginn gehört.

Anschließend ging es noch nach Neckargemünd zum Freddy-Wonder-Konzert auf dem Marktplatz, wo wir unter großem Beifall des zahlreichen Publikums die Nachricht vom Heimsieg verbreiteten: "Berlin, Berlin - wir fahren nach Berlin!" Als nächsten Gegner wünschen wir uns natürlich einen Bundesligisten, aber jeder andere ist uns auch recht - Hauptsache, wir haben wieder Heimrecht. Die Vorfreude auf die 2. Liga und das Heimspiel gegen Wehen ist jedenfalls geweckt.
   

Unser Stolz  

   
© 1899 Hoffenheim Fanclub Neckartal e.V.