Der Traum von Europa

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Hauptkategorie: Berichte
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 14. Mai 2014 11:50
Bericht von den Auswärtsfahrten Kaiserslautern und Freiburg Als am 7. April die Auswärtsfahrt nach Kaiserslautern anstand, war die Stimmung der Fangemeinde noch geprägt von der Erleichterung, nach dem unbeständigen Saisonverlauf der Abstiegsgefahr entronnen zu sein. Mit einem Sieg beim Regionalrivalen FCK wollte man diesbezüglich alles klar machen, wohl wissend, dass man die Pfälzer damit wohl in die Zweitklassigkeit schicken würde. Schon beim gemeinsamen „Aufstieg“ vom Busparkplatz auf den Betzenberg wurde deutlich, dass die Anhänger der „Roten Teufel“ wohl selbst nicht mehr an den Klassenerhalt glaubten: Während der große Pulk der Hoffenheimer selbstbewusst singend zum Stadion marschierte, blieben die Kaiserslauterer Anhänger stumm. Im Spiel reichte Hoffenheim dann eine sehr unterdurchschnittliche Leistung, um die überforderten Lauterer verdient zu besiegen.
Eine englische Woche später – und nach dem ersten Heimsieg seit einem halben Jahr – traten die Hoffe-Fans mit völlig anderen Gefühlen die Fahrt nach Freiburg an. Statt des Abstiegsge-spenstes schwebte unvermittelt die Halbgöttin „Europa“ über der Menge. Denn emsige Griffel-spitzer hatten errechnet: Wenn die letzten Spiele der Saison alle gewonnen würden, könnte am Ende noch der Einzug ins internationale Geschäft gelingen. Für manche Fans war diese Aussicht Motivation. Waren ob des Sonntag-Abend-Termins zuvor die Freiburg-Karten schwer verkäuflich, sprang nach Mittwoch die Nachfrage an und etliche reisten auf gut Glück mit dem Auto ins regnerische Südbaden. Doch nutzte Hoffe die sehr theoretische Chance nicht: In einer hart umkämpften Partie waren die Freiburger, die den Klassenverbleib noch nicht sicher hatten, die leidenschaftlichere Mannschaft und näher am Erfolg als die unseren, denen erkennbar der Glaube an Europa fehlte. Was das 0:0 wert war, wird sich gegen Leverkusen zeigen.