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„… so wunderschön wie heute“

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Bericht vom Auswärtsspiel in Fürth.

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt – und nach diesem Sieg gegen den Tabellenletzten ist sie wieder sehr lebendig geworden! Jeder hat im Vorfeld gesagt, dass dieses Auswärtsspiel in Fürth vorentscheidenden Charakter hat – und diesen Charakter haben alle Beteiligten gezeigt. Die Fans kamen in – für Hoffenheimer Verhältnisse – ansehnlicher Zahl von etwa 700 Personen, was sich in der putzigen Fürther „Trolli-Arena“ schon recht ansehnlich ausmachte. Das sonnige Wetter mit frühlingshaften Temperaturen stimmte irgendwie schon bei der Anreise optimistisch. Sympathisch, dass der Gästeparkplatz wirklich unmittelbar neben dem Gästeeingang platziert war – und noch dazu kostenlos. Die freundlichen Fürther zeigten sich als gute Gastgeber. Als besonderes Zeichen standen schließlich die kompletten Mitarbeiter der Geschäftsstelle, inklusive den beiden Geschäftsführern Jochen Rotthaus und Frank Briel, und nebst Dauerverletztem Matze Jaissle mitten unter den Fans im Auswärtsblock. Jeder verstand: Heute gilt’s!

Und so ging von Anfang an die Stimmung ab: Die Fans übten den Schulterschluss – und die Profis gaben die Antwort! Schon in der 10. Spielminute sorgte Roberto Firmino für das erste Erfolgserlebnis. Wie wichtig dieses Führungstor nach all den Rückschlägen der vergangenen Zeit war, zeigte sein langer Sprint in Richtung Fankurve. In der Folge machten es ihm einige Fans nach, die sich oberkörperfrei präsentierten, aber dafür höchstens von ihren Hausärzten die gelbe Karte sahen. Bereits sechs Minuten später das 0:2 durch Joselu – das Glücks-Barometer blieb oben. Hier hatte auch der Ex-Fürther Stephan Schröck seinen Anteil, der gegen seine früheren Kameraden sein bisher bestes Spiel in blau-weiß ablieferte. Als dann kurz nach dem Wiederanpfiff der dritte Treffer gelang, als man merkte, dass von den Franken keine wirkliche Gegenwehr mehr kam, da war nur noch Party angesagt. Endlich wurden in der Kurve wieder die alten Lieder gesungen, nicht nur „kämpfen und siegen“, sondern auch mal „Unser Stolz“ und „Hoffema Jungs“, schließlich dann auch „so ein Tag“ – denn „so wunderschön wie heute“ war es wirklich lang nicht mehr…

Regelrecht beseelt ist nun der Glanz in die Augen vieler Fans zurückgekehrt: „Gegen die Bayern hat man es schon gesehen“, hieß es, und „wenn sie so weitermachen, ist noch alles drin“. Was ein einziges Erfolgserlebnis doch ausmacht… Doch schon heute, im Spiel gegen Mainz, wird sich zeigen, was dieser Sieg wert war. Wenn nun eine Serie beginnt, kann noch viel erreicht werden. Bald kehrt der eine oder andere Langzeitverletzte zurück. Am heutigen Spieltag hat Boris Vukcevic Geburtstag. Mit seinem Unfall nahm es die Wendung zum Schlechten, mit seiner beginnenden Genesung keimt wieder Hoffnung.

   

Unser Stolz  

   
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