Aktuell sind 51 Gäste und keine Mitglieder online

   

Der Vollstrecker ist wieder da

Details

Ein knappes 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach zeigt die immer noch überragende Bedeutung von Torjäger Vedad Ibisevic. Das Publikum zeigt sich dennoch undankbar.

Was war in der Vergangenheit nicht über Vedad Ibisevic gelästert worden, Ende der letzten Saison stand er zum Verkauf, doch fand sich kein Interessent, jetzt besteht angeblich Interesse aus England, aber nun wird ihn 1899 Hoffenheim nicht ziehen lassen. Denn nachdem drei torlose Spiele hintereinander die mangelnde Effektivität der Hoffenheimer Offensive deutlich vor Augen führte, wurde der oft glücklos agierende, aber immer noch erfolgreichste Hoffenheimer Torjäger bei seiner Startelf-Rückkehr nach viermonatiger Verletzungspause von allen als Hoffnungsträger begeistert empfangen. Und er wurde diesen Erwartungen sogleich gerecht, als er in der 56. Spielminute bei einem Gewühle im Strafraum, als Johnson frei vor dem Tor den Ball nicht unter Kontrolle brachte, beherzt den Siegtreffer markierte. Schon vorher war es der Bosnier, der bei mehreren Gelegenheiten den Abschluss suchte, aber zumeist den Gladbacher Tormann traf.

Das Spiel gegen Galdbach war nicht hochklassig, was vor allem am Gegner lag. Denn einerseits standen die Gäste vom Niederrhein sehr hoch, verkürzten damit effektiv das Spielfeld und machten mit großer Disziplin die Räume extrem eng, zum anderen waren sie in der Offensive äußerst harmlos und kamen, abgesehen von der Anfangsphase, als unsere Defensive nervös wirkte, kaum zu Torgelegenheiten. So erwies sich die Partie als Geduldsspiel, wann es unseren Jungs gelingen würde, den Knoten zu entwirren, den die Gladbacher im Mittelfeld geknüpft hatten. Allzu selten gelang es unseren Jungs, mit steilen Pässen die Offensive zu bedienen. Vor allem auf der linken Seite versuchten unsere Holländer ihr Bestes, ihre Schnelligkeit auszuspielen, ohne in die grün-weiß-schwarze Abseitsfalle zu laufen. In der Mitte stand dann verlässlich Ibisevic bereit, der schon bei seinem Kurzeinsatz in Stuttgart deutlich mehr Torgefahr verbreitete, als alle seine Sturmpartner zusammen.

Der dringende Appell von Stani vor dem Spiel, die Fans sollten diesmal unser Team mehr anfeuern, wurde leider wieder nicht erhört. Statt dessen wurden schon früh Pfiffe laut, wenn unserer jungen Mannschaft mal ein Abspielfehler unterlief. Natürlich wissen wir alle, dass sie es besser können, wie die begeisternden Spiele gegen Dortmund und Bayern gezeigt haben. Aber andererseits sollte man auch zur Kenntnis nehmen, dass sich auch diesmal wieder keiner hängen gelassen hat, dass gut gekämpft wurde und dass die Gladbacher mit ihrer Taktik das unbeliebte Querpass-Spiel auch mit erzwungen haben. Auch konnte man bei einzelnen eine klare Steigerung erkennen, insbesondere Sigurdsson fehlt jetzt nur noch der sichere Abschluss zu alter Form. Deshalb sind solche Pfiffe vor allem aus der Gegengerade, die "Arbeitsverweigerung" auf den Sitzplätzen und die auch diesmal nicht optimal eingestellte Südkurve extrem ungerecht der Mannschaft gegenüber. Es bleibt noch viel zu tun...

   

Unser Stolz  

   
© 1899 Hoffenheim Fanclub Neckartal e.V.